Was ist Naikan Innenschau?

Naikan ist eine Methode der Innenschau, um das eigene Selbst zu erforschen.

  • Sie möchten zur Ruhe kommen und sich selbst besser verstehen?
  • Sie möchten Ihre Möglichkeiten erforschen und Ihr Leben mit neuer Kraft gestalten?
  • Sie möchten innere Ruhe und Frieden finden?

Dann lade ich Sie herzlich zu Naikan Innenschau ein!


Die Naikan Methode kommt aus Japan und kombiniert drei Elemente:

  • Ordnung im Innenleben mit einfachen drei Fragen
  • die Kraft der Stille
  • sanfte, respektvolle Begleitung

Die drei Naikan-Fragen sind:
  1. Was hat die Person, die ich betrachte, in diesem Zeitraum für mich gemacht? Was habe ich bekommen?
  2. Was habe ich für diese Person gemacht? Was habe ich gegeben?
  3. Welche Schwierigkeiten habe ich dieser Person verursacht?

Diese einfachen drei Fragen lenken den Blick auf das Geben und Nehmen und ermöglichen neue Perspektiven. Der Blick wird auf die Ressourcen gelenkt. Die Schwierigkeiten, die uns andere Menschen bereitet haben, sind uns bereits bestens bekannt, daher schenken wir diesem Bereich - im Naikan sprechen wir von der 4. Frage - keine Aufmerksamkeit.

Naikan Geben und Nehmen

Ordnung im Innenleben schaffen

In der Naikan Biografierarbeit erforsche ich mein eigenes Leben und strukturiere die Ereignisse, an die ich mich erinnern kann:

  • Ins Zentrum der Betrachtung stelle ich eine Bezugsperson (zuerst Mutter, danach Vater, Geschwister, Partner...) oder Thema (z.B. Ausbildung, Arbeit, Körper...).
  • Ich betrachte einen klar begrenzten Zeitraum und folge dabei meinem eigenen Lebensweg (als ich 0-6 Jahre alt war, danach 6-10 usw. bis heute).
  • Meine Erinnerungen durchleuchte ich im Hinblick auf die 3 Naikan-Fragen.

Die Kraft der Stille

Bewusst begibt man sich in die Stille, in einen meditativen Rahmen, um sich anhand des eigenen Lebensweges und über die eigenen Erinnerungen wieder und neu zu entdecken. Naikan ist individuelle Einzelarbeit im Rahmen von Stille, Rückzug und achtsamen Einzelgesprächen.


Sanfte, respektvolle Begleitung

Beim Naikan Retreat wird man von erfahrenen Naikan-Leiter*innen unterstützt und begleitet. Gerne begleite ich Sie bei Ihrer Innenreise - alles darf sein, was sich zeigt.


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Die Naikan Methode - Eine Einführung
Johanna Schuh

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Buch: Naikan - Die Welt der Innenschau, Autorin Johanna Schuh

Naikan - Die Welt der Innenschau
Johanna Schuh
Mein Naikan Buch Paperback oder Hardcover, bestellbar überall. Auch als E-Book, auf allen Plattformen, iTunes, Kindle usw.
Details auf naikan-literatur.info

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Naikan Video (in englischer Sprache) mit meinem TEDxLinz talk click here to watch

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Was ist das Ziel?

Alle, die Naikan praktiziert haben, fühlen sich reicher, entspannter und friedlicher. Sie sind erstaunt und voll Freude, weil sie vieles an positivem Erleben wieder entdeckt haben.

Das Ziel von Naikan ist, sich selbst und alles, was uns umgibt, immer vollständiger wahrzunehmen. Es mag nicht immer bequem sein, sich selbst in immer feineren Ebenen und vielschichtigeren Aspekten wahrzunehmen. Doch das macht uns erst vollständig und ermöglicht uns, hier und jetzt in Frieden zu leben.

Effekte von Naikan sind:

  • Schärfung der Wahrnehmung
  • Frieden mit der Vergangenheit
  • Akzeptieren der Lebensgeschichte
  • Überwindung von negativen Mustern
  • Klärung von Gefühlen
  • Erkennen der eigenen Möglichkeiten
  • Entspanntere Sicht auf Probleme
  • Sich selbst akzeptieren
  • Verständnis für Andere entwickeln
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Eigenverantwortung
  • Freiheit im eigenen Handeln
  • Zufriedenheit und Glück

Es gibt viele Lernschritte auf dem Weg zu innerem Frieden. Jeder Mensch ist einzigartig, deshalb ist der Effekt von Naikan individuell verschieden. Es geht darum, dass wir uns selbst und die Welt so wahrnehmen lernen, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie sehen wollen oder sollen.



Frieden erleben mit Naikan
Johanna Schuh
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Ablauf von Naikan

Als Naikan Übende*r betrachten Sie in Ruhe eine Bezugsperson (Mutter, Vater, Geschwister, Partner ...) oder ein Thema in einem bestimmten Zeitabschnitt Ihres eigenen Lebens.

Die Naikan Übung beginnt in der Regel mit der Betrachtung der Mutter oder jener Person, die die Mutterrolle übernommen hatte. Sie gehen chronologisch vor, sodass Sie als ersten Abschnitt den Zeitraum betrachten, in dem Sie 0-7 Jahre alt waren. Sie betrachten konkrete Ereignisse, an die Sie sich erinnern können.

Sie stellen sich immer folgende 3 Naikan-Fragen:

  1. Was hat diese Person in diesem Zeitabschnitt für mich getan?
  2. Was habe ich in diesem Zeitabschnitt für diese Person getan?
  3. Welche Schwierigkeiten habe ich dieser Person in diesem Zeitabschnitt verursacht?

Zu Beginn wählen Sie als Bezugsperson üblicherweise die Mutter. Sie versuchen sich an die ersten Lebensjahre zu erinnern, forschen nach Erinnerungen im Zusammenhang mit Ihrer Mutter und ordnen diese Erinnerungen den 3 Naikan-Fragen zu. Für eine Reflexionsperiode nehmen Sie sich etwa 60 bis 90 Minuten Zeit, die Sie ungestört auf Ihrem Übungsplatz verbringen. Dabei gibt es keine vorgeschriebene Sitzhaltung.

Am Ende jedes Zeitraumes kommt ein*e Naikan-Leiter*in zu einem kurzen Einzelgespräch zu Ihnen. Bei diesem Naikan Gespräch berichten Sie kurz, was Sie zu den 3 Naikan-Fragen gefunden haben.

Danach betrachten Sie wieder in Ruhe und ungestört den nächsten Zeitabschnitt von etwa 4 Jahren. Auf diese Weise strukturieren Sie die Erinnerungen vom Anfang bis zur Jetztzeit oder bis zum Zeitpunkt, da die zu betrachtende Person aus Ihrem Leben verschwunden ist.

Sie folgen also Ihrem eigenen Lebensweg und praktizieren Naikan: Zuerst ordnen Sie Ihre Erinnerungen in Bezug auf Ihre Mutter ab der ersten Erinnerung bis heute, danach in Bezug auf Vater, Geschwister, Großeltern, Partner, Freunde, Kollegen, Themen ... Welche Personen und Themen bearbeitet werden ist individuell verschieden.

Mit dieser Methode erschließen Sie sich innerlich wieder den Reichtum dessen, was Sie erlebt haben. Naikan dauert in der klassischen Form eine Woche.

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Die Kraft der Stille

Ganz bewusst ziehen Sie sich aus dem lauten Alltag voller Anforderungen und Ablenkungen in ein ruhiges meditatives Umfeld zurück.

Die Stille ermöglicht, dass tiefe innere Schichten für Sie wieder wahrnehmbar werden. Gleichzeitig sorgt die strukturierte Naikan Fragestellung für Ordnung in Ihrem Geist. Die Kombination dieser beiden Aspekte bewirkt, dass Sie sich bei dieser Innenschau wieder und neu entdecken.

In diesem Sinne ist Naikan ein intensives Wahrnehmungs- und Achtsamkeitstraining.

Während der gesamten Naikan Übung nehmen Sie keinen Kontakt mit der Außenwelt auf. Sie sprechen während der Naikan Übung nur mit den Naikan-Leiter*innen. Erstens wird dadurch die Konzentrationsfähigkeit gesteigert, damit Erinnerungen leichter an die Oberfläche kommen können. Zweitens bietet der Platz einen geschützten Raum, um aufsteigende Emotionen erleben und annehmen zu können.

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Das Setting

Damit Sie sich ganz auf Ihre Innenschau einlassen können, halten Sie sich während der Naikan Übung an folgende Vereinbarungen: kein Lesen, kein Radiohören, kein Fernsehen, kein Handy, keine Kontaktaufnahme mit Personen außerhalb des Naikans.

Falls andere Naikan Praktizierende anwesend sind, gilt untereinander Schweigen, um einander bei der Innenschau nicht zu stören.

Darüber hinaus gibt es im Naikan keine Vorschriften, sondern lediglich Empfehlungen. Es gibt zum Beispiel die Empfehlung, möglichst viel Zeit auf dem Übungsplatz zu verbringen, weil dies Schutz und bessere Konzentrationsfähigkeit gewährleistet. Es ist jedoch jederzeit möglich, den Übungsplatz zu verlassen, sei es, um ein wenig an die frische Luft zu gehen oder Tee zu trinken oder eine Zigarette zu rauchen.

Essen und Trinken: Es stehen während des Naikan Retreats immer Getränke und Obst bereit, die Sie sich jederzeit nehmen können. Frühstück, Mittag- und Abendessen bringen die Naikan-Leiter*innen auf einem Tablett zu Ihrem Übungsplatz.

Naikan Übungsplatz: Im Insightvoice Naikan Training Vienna gibt es ein Naikan Einzelzimmer. Fotos vom Naikan Raum finden Sie hier

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Sanfte, respektvolle Begleitung

Beim Naikan werden Sie von dazu ausgebildeten Naikan-Leiter*innen begleitet. Sie sind dafür zuständig, dass Sie ungestört sind und dass Sie mit allem versorgt sind, was Sie brauchen.

Ein Naikan Einzelgespräch ist eher kurz, 5-10 Minuten genügen im Idealfall. Sie führen pro Tag etwa 8 bis 10 Naikan Gespräche, in denen Sie der Naikan-Leiterin Erinnerungen mitteilen, die Sie den drei Naikan-Fragen zugeordnet haben.

Anfangs ist die Art des Naikan Gesprächs meist ungewohnt, weil Naikan-Leiter*innen einfach nur zuhören: Sie bewerten nicht, beurteilen nicht, loben nicht, kritisieren nicht, fordern nicht, drängen nicht ... Naikan-Leiter*innen hören einfach zu, mit voller Aufmerksamkeit, mit ganzem Bewusstsein, mit Verstand und Herz. Alles darf sein, was sich zeigt.

Wenn Fragen auftauchen, können Sie diese den Naikan-Leiter*innen stellen. Sie geben Ihnen Unterstützung, wenn Sie sie brauchen. Selbstverständlich unterliegt das Mitgeteilte der Schweigepflicht.

Die Selbstverantwortung steht im Vordergrund. Jeder Mensch kennt sein Leben selbst am besten. Naikan-Leiter*innen begleiten jeden Menschen individuell bei der Selbsterforschung und bieten einen Rahmen, so dass Menschen ihre eigenen Potenziale und Fehler wahrnehmen können, um daraus zu lernen.

Das, was wir ändern können und wollen, soll uns bewusst werden. Das, was wir waren, sind und sein können, können wir wahr- und annehmen.

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Entstehung von Naikan

Die Naikan Methode wurde von Ishin Yoshimoto (1916-1988) in Japan entwickelt und ermöglicht durch ihre Einfachheit tiefe Einsichten in unser Sein.

Herr Yoshimoto war einerseits erfolgreicher Geschäftsmann und andererseits ein tief religiöser Mensch. Beide Aspekte seiner Persönlichkeit bildeten das Fundament für die Naikan Methode.

Der spirituelle Hintergrund

Herr Yoshimoto war gläubiger Buddhist der Jodo-Shin-Schule. Er suchte auf seinem spirituellen Weg viele Lehrer auf und unterzog sich verschiedenen buddhistischen Übungen. Eine strenge buddhistische Übung, die er mehrmals praktizierte, war Mishirabe. Bei Mishirabe zieht man sich zurück, man isst nicht, trinkt nicht, schläft nicht, und stellt sich nur die Frage nach dem Sinn des Lebens: Wohin gehe ich nach dem Tod? Ishin Yoshimoto fand nach mehrmaliger Übung die Antwort, in buddhistischen Worten: Er fand Satori, Erleuchtung.

Es entstand in ihm das tiefe Bedürfnis, eine Praxismethode zu finden, die für alle Menschen machbar ist und bei der man tiefe spirituelle Erfahrungen machen kann, ohne wie bei Mishirabe den Körper strengen Entbehrungen zu unterziehen. Außerdem wollte er eine Methode entwickeln, die an keine Religion gebunden ist.

Der wirtschaftliche Hintergrund

Bei der Entwicklung der Naikan Methode griff er auf seine Erfahrungen als Geschäftsmann zurück. Im Betrieb führt man Buch über Einnahmen und Ausgaben, man kontrolliert, ob die Bilanz ausgeglichen ist. Dieses Prinzip legte er auf soziale Beziehungen um: Was habe ich von einem Menschen bekommen, was hat er für mich getan? Was habe ich ihm gegeben, für ihn getan?

Wie Herr Yoshimoto die dritte Naikan-Frage entwickelt hat, ist nicht historisch belegt. Vielleicht hat auch sie ihren Ursprung im geschäftlichen Denken, denn man überprüft im Unternehmen ebenfalls, welche Schwachstellen und Störfaktoren es gibt. Daraus könnte man die Frage ableiten: Welche Schwierigkeiten habe ich einem Menschen verursacht?

Eine andere Version lautet, dass die Entwicklung der dritten Naikan-Frage ebenfalls auf die buddhistische Geisteshaltung zurück geht. Im Shin-Buddhismus heißt es, dass man sich der Hölle in der eigenen Seele stellen muss, und je stärker sich das Ego dafür schämt, desto eher tritt es zur Seite und lässt die „andere Kraft“ zu. Die dritte Naikan-Frage kann man auch als direkten Blick auf die eigenen Schattenseiten sehen: Welche Schwierigkeiten habe ich demjenigen bereitet, gegenüber dem ich mich prüfe?

Verbreitung von Naikan

Ishin Yoshimoto leitete Naikan zuerst mit seinen Angestellten. Naikan verbreitete sich ab 1955 in japanischen Gefängnissen. Ishin Yoshimoto leitete sein Naikan Zentrum gemeinsam mit seiner Frau Kinuko Yoshimoto. Anfang der 1970er Jahre entstanden in Japan weitere Naikan Zentren, in den späten 1970er Jahren kam Naikan nach Europa. Vor allem Prof. Akira Ishii ist es zu verdanken, dass Naikan in vielen Ländern der Welt bekannt wurde.



Der Ursprung von Naikan
Johanna Schuh
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Leben
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© Johanna Schuh • Insightvoice Naikan Training Vienna